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Lärchenholzbrücke auf dem Jakobsweg und Kirche am See

Die Umgebung von Szwarcenowo und dem Ferienhaus Masuren bietet nicht nur beeindruckende Naturwunder, sondern auch viele außerordentlich interessante Orte mit einer bewegten Geschichte. Einer dieser Orte ist die Brücke über den Radomnosee.

Radomno ist ein Dorf im Kreis Nowe Miasto Lubawskie, nur 13 Kilometer östlich von Szwarcenowo entfernt, wo sich unsere Ferienanlage befindet.

„Die hölzerne Fußgängerbrücke über den Radomnosee ist ein origineller Bestandteil der lokalen Landschaft und eine Touristenattraktion. Die Brücke hat auch eine interessante Geschichte und ist Teil des internationalen Jakobsweges. Ein weiteres bemerkenswertes Denkmal ist die Pfarrkirche in Radomno.“ – so beginnt ein Artikel von Stanisław R. Ulatowski, Chefredakteur der Zeitung Gazeta Nowomiejska. Der Titel des Artikels lautet: „Modrzewiowy most na Szlaku św. Jakuba i kościół nad jeziorem“ („Lärchenholzbrücke auf dem Jakobsweg und Kirche am See“).


„Bei sommerlichen Ausflügen lohnt sich ein Besuch in Radomno im Kreis Nowe Miasto Lubawskie, denn hier begegnet einem Geschichte auf Schritt und Tritt. Der Ort eignet sich hervorragend für einen Wochenendausflug mit dem Fahrrad für die ganze Familie“, bemerkt der Chefredakteur Ulatowski treffend.

„Ich empfehle dringend einen Ausflug nach Radomno, denn es ist wirklich ein spannender Ort auf der touristischen Landkarte der Region Nowe Miasto–Iława“, ermutigt Przemysław Majchrzak aus Brodnica.


Wie der Journalist und Chefredakteur der GN bemerkt, entwickelte sich das Dorf Radomno stets im Schatten des Sees, der den Einwohnern Fisch lieferte. In der Zwischenkriegszeit veranstalteten Pfadfinder jährlich ihre Lager am Seeufer. Während der Napoleonischen Kriege kam es in der Umgebung zu einer Schlacht zwischen Franzosen und Russen. Der Legende nach versuchten viele französische Soldaten, in ihrer Verzweiflung den See zu durchschwimmen. Nur wenige überlebten, die Mehrheit blieb für immer im Wasser.


Die einzigartige Brücke ist über hundert Meter lang. Sie verbindet das Dorf Radomno mit der Halbinsel Nowy Ostrów und bildet eine symbolische Klammer zwischen den Kreisen Nowe Miasto Lubawskie und Iława. Die hölzerne Konstruktion, die den Radomnosee durchquert, ist nicht nur von praktischem Nutzen. Sie ist auch eine bedeutende Touristenattraktion, da hier der gelbe Franciszek-Łęgowski-Wanderweg entlangführt. Dieser 160 Kilometer lange Weg beginnt in Toruń, führt weiter über Golub-Dobrzyń, Brodnica, das Brodnica-Seengebiet, Radomno und endet schließlich in Olsztyn.

„Die Brücke ist ebenfalls Teil des internationalen Jakobsweges, weshalb sie sowohl von Fußgängern als auch von Radfahrern gerne genutzt wird“, fügt Stanisław R. Ulatowski hinzu, der in seinem Artikel die Geschichte dieser außergewöhnlichen Brücke näher erläutert.

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„Die erste Brücke zwischen der Halbinsel und Radomno wurde von den Deutschen errichtet, später jedoch zur Sicherung der Grenze abgebaut. Nach dem Krieg überquerten die Menschen den See per Boot oder riskierten den Übergang auf dem Eis nach Radomno. Dabei ereignete sich ein tragischer Unfall, bei dem die Frau eines Försters aus dem Boot fiel und ertrank. Dies führte zur Initiative für den Bau einer neuen Brücke, die 1960 errichtet wurde und 26 Jahre Bestand hatte. Die nächste Konstruktion diente bis 2008, bis sie aufgrund ihres schlechten technischen Zustands geschlossen wurde. Schließlich wurde eine solide neue Brücke aus Lärchenholz gebaut, welche von Soldaten des 3. Straßen- und Brückenregiments aus Chełmno unter großer Beteiligung der Förster aus der Oberförsterei Iława errichtet wurde.“


Fast direkt am Seeufer, entlang des markierten Weges, steht die neugotische Pfarrkirche mit ihrem spitzen Turm, die einen Besuch wert ist. Die Kirche wurde zwischen 1903 und 1906 erbaut. Einige der Innenausstattungen wurden kürzlich restauriert und können nun in voller Pracht bewundert werden. Besonders bemerkenswert sind die Deckengemälde von Józef Huber, Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Die Aufmerksamkeit der Besucher zieht auch der sogenannte Regency-Hauptaltar auf sich, der wahrscheinlich aus einer älteren Kirche stammt. In diesem Altar befinden sich zahlreiche heilige Reliquien, die in gläsernen Reliquiaren sichtbar sind. Die Pfarrgemeinde Radomno wurde bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts gegründet, kurz nach der Entstehung des Dorfes. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts gehörte sie zur Diözese Pomesanien und trug von Anfang an das Patrozinium des Heiligsten Herzens Jesu. Rund 200 Meter von der Kirche entfernt, in Richtung des Weilers Tabory, liegt der Pfarrfriedhof mit einigen historischen Grabsteinen.

Quelle: Stanisław R. Ulatowski, Artikel „Modrzewiowy most na Szlaku św. Jakuba i kościół nad jeziorem“
Foto: Stanisław R. Ulatowski

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